Topnews vom 15.10.2012

Fachwerk Triennale 2012

Fachwerk Energie:

Energetische Sanierung im Altstadtquartier

Fachkolloquium am 07.11.2012 in Goslar

QiN - Quartiersinitiative Niedersachsen

Hintergrund

Belebung der Innenstädte – Quartiersinitiative Niedersachsen 

Die Idee

Ob kleine, ländliche Gemeinde oder große Stadt – ein lebendiger Ortskern ist für Einwohner wie Besucher von großer Wichtigkeit. Er steigert nicht nur die Lebensqualität und wirkt identitätsstiftend. Lebendige Ortskerne bieten ein attraktives kulturelles Angebot, schöne Plätze, an denen Menschen zusammenkommen können, und einen bunten, ausgewogenen Mix von Läden, Geschäften, Dienstleistungsunternehmen und Handwerksbetrieben. Leider sieht die Realität in vielen deutschen Gemeinden und Städten anders aus: Leerstände, Filialisierung und Uniformierung beherrschen vielerorts das innerstädtische Bild. Es droht eine regelrechte Verödung.

Das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und Integration hat deshalb im Jahr 2007 das Modellförderprogramm „Belebung der Innenstädte – Quartiersinitiative Niedersachsen“, kurz „QiN“, ins Leben gerufen. Die finanziellen Mittel dafür – 1 Mio. € – hatte der Niedersächsische Landtag bereitgestellt.

Ziel von QiN ist, landesweit Modellprojekte zu initiieren, die auf einem modifizierten Konzept der in Nordamerika ausgesprochen erfolgreichen „Business Improvement Districts“ (BID) beruhen. Dabei handelt es sich um strategische Partnerschaften zwischen Kommune, Grund- und Immobilieneigentümern und Standortbetreibern eines definierten innerstädtischen Gebiets. Ziel ist, das Engagement privater Immobilienbesitzer und Gewerbetreibender für Belange der Stadtentwicklung zu forcieren. Als primäre Handlungsebenen kommen neben Städtebau und Architektur vor allem Handel, Dienstleistung und Gastronomie in Betracht.

Förderfähig im Rahmen von QiN sind sowohl Bestandsaufnahme, Organisations- und Konzeptentwicklung als auch Moderation und nicht zuletzt investive Maßnahmen im Quartier. Der Fördersatz beträgt maximal 40 % des Gesamtvolumens des Projektes. Der private Anteil soll 20 % nicht unterschreiten. Das Land Niedersachsen hat sich bewusst entschieden, das BID-Konzept nicht auf eine gesetzliche Grundlage – wie beispielsweise in Hamburg, wo Grundeigentümer zur Teilnahme an Initiativen für ihr Viertel verpflichtet werden – zu stellen, sondern setzt auf das Prinzip der Freiwilligkeit.

Der Erfolg

„Durch QiN ist es gelungen, private Aktivitäten und Investitionen anzustoßen. Mit der Förderung verschiedener beispielhafter und innovativer Ideen zur nachhaltigen Standortentwicklung haben die innerstädtischen Quartiere der geförderten Initiativen als Standorte des Einzelhandels und der Dienstleistungen bereits jetzt eine spürbare städtebauliche Verbesserung erfahren“, resümierte Ministerin Ross-Luttmann den Erfolg des ersten QiN-Wettbewerbs.

Um diesen weiter zu verfolgen und zu vertiefen, wurden 2008 und 2009 ein zweiter und dritter QiN-Wettbewerb ausgelobt, für den der Niedersächsische Landtag wiederum 1 Mio. € zur Verfügung stellte.

Auch 2010 wird es einen Wettbewerb geben. 31 Wettbewerbsbeiträge sind für dieses Jahr eingereicht worden.

Weitere Informationen rund um QiN finden Sie auch in dem QiN Infoflyer.